Blumenkinder in selbstgenähten Kleidern - Tipps zur Wahl des Kleiderschnitts, der Stoffe und der Accessoires. Hier gewählt: First Day Dress (Made) und Aster Cardigan (LBG Studio) (beides auf Deutsch im Näh-Connection Shop erhältlich). Mein gewisses Etwas für Näh-Connection

Heute besucht mich die zauberhafte Sindy von Mein Gewisses Etwas mit einem ganz besonderen Beitrag. Sie lässt uns dabei daran teilhaben, wie ihre süßen Töchter gemeinsam mit zwei weiteren Mädchen Blumenkinder bei einer Hochzeit waren. Alle vier hat sie dafür mit wunderschönen First Day Dresses ausgestattet. Für uns hat sie Tipps zur Schnitt- und Stoffwahl, sowie zu den passenden Accessoires!

Als ich vor zwei Jahren das erste Mal auf die Idee kam, für eine Hochzeit die Blumenmädchen mit den gleichen Kleidern zu benähen, hatte ich keine Ahnung, dass das ganze zu einer Art Leidenschaft werden würde. Meine Mädchen waren so überglücklich, feine Kleider extra für die Hochzeit genäht zu bekommen, dass ich beim Anblick der leuchtenden Augen bei der ersten Anprobe, sofort all die vielen Stunden an der Nähmaschine vergaß.

Und so nähte ich dieses Jahr zum dritten Mal vier gleiche Kleider für vier bezaubernde junge Damen im Alter zwischen 4 und 8 Jahren.

Die Wahl des Schnitts

Während ich in den ersten beiden Jahren Kleider aus Webware nähte, entschied ich mich in diesem Jahr für eine einfachere Variante in gemütlichem Jersey. Warum? Natürlich sehen die Kleider sehr viel festlicher aus, wenn man sie ähnlich einem richtigen Brautkleid aus mehreren Schichten feiner, glänzender Stoffe näht, aber so wirklich bequem ist das für die Kinder nicht. Und am Ende leiden alle hellen Kleider spätestens auf der Tanzfläche zu später Stunde.

Als Annika vor kurzem den Schnitt First Day Dress in ihr Sortiment aufnahm, war für mich sofort klar, dass das DER Schnitt für die Kleider werden würde. Der Schnitt hat alles was man braucht: ein eng geschnittenes Oberteil, einen halben Tellerrock und wunderschöne Flügelärmel. So süß und so chic.

(Vor allem, wenn man gerade einen nassen Kuss von der großen Schwester erhalten hat ..)

Für das gewisse Etwas habe ich mich für eine Unterteilung auf Taillenhöhe entschieden. Dazu habe ich mich mit der Braut abgestimmt, welche „Kontrast“Farbe wir zu dem dunklen Weiß verwenden wollen. Zu meiner eigenen Hochzeit habe ich mir ein mintfarbenes Kleid genäht und für die Gürtel der Mädchen den gleichen Stoff genutzt. Das war ein so schönes Bild.

Für die diesjährigen Kleider entschieden wir uns für ein helles Rosa. Passend zu den Farben der Braut, der Dekoration und den Blütenblättern.

Wenn ich vier gleiche Kleider nähe, dann nähe ich die wirklich wie am Fließband. Erst schneide ich alle Kleider zu. Dann nähe ich Schritt für Schritt und Kleid für Kleid. Da besteht dann nicht die Gefahr, dass man nach dem zweiten fertigen Kleid keine Lust mehr hat. Die zwischenzeitliche Unlust ist zwar Teil des Entstehungsprozesses, aber wenn man rechtzeitig beginnt, kann man ja die Kleider auch mal ein paar Tage in die Ecke legen.

Stoffwahl

Bei den Stoffen bin ich pingelig. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn ich unendlich viele Stunden in die Kleider investiere und mir dann am Ende ein billiger Stoff einen Strich durch die Rechnung macht. Und außerdem geht es hier um unsere Kinder, da greife ich sehr gern auf bewährte Bio-Qualität zurück.

Den Stoff für die Kleider fand ich dieses Mal bei der Eulenmeisterei. Ich mag Silvias Auswahl sehr und ich war mir sicher, dass ich etwas nach meinen Vorstellungen finden würde. Ich entschied mich für einen Interlock in dunkelweiß und passend dazu einen Interlock in hellem Rosa.

Der Interlock ist schön fest, so dass der Tellerrock perfekt zur Geltung kommt und die kleinen Ärmelchen nicht in sich zusammen fallen.

Accessoires

Die passenden Schuhe kaufe ich ganz schnöde bei billigen Anbietern. Für die wenigen Stunden ist mir das Geld zu schade, hochwertige Schuhe zu kaufen, die dann am Ende des Tages genauso abgenutzt aussehen, wie die billigen

Wie es sich gehört, sind diese dann nicht sonderlich bequem, so dass man am Ende des Tages barfuß nach Hause gehen „muss“. Was haben die beiden gekichert, dass sie einfach so, wie die feinen Damen, die Schuhe ausziehen dürfen.

Mein großes Mädchen wünschte sich einen einfachen Cardigan zum Kleid. Auch da wurde ich bei Annika fündig und habe mich für den Aster Cardigan  mit 3/4 Ärmeln und ohne Bubikragen entschieden.

Wie es sich für ein selbstgenähtes Outfit gehört, besteht der Cardigan natürlich aus dem gleichen Stoff, wie der des Taillenbandes des Kleides. Es ist so schön zu sehen, wie dann alles perfekt zusammen passt.

Ich muss gestehen, dass ich allein wegen diesem Fakt dazu neige, alles selbst zu nähen .. gut, dass ich einfach nicht die Zeit dazu habe.

Die Frisur

Das wichtigste Accessoire zum Kleid aber ist für mich die besondere Frisur.

Meine Mäuse können ja eigentlich nicht still halten. Aber wenn es um das perfekte Aussehen geht, dann macht sogar der 4jährige Hüpfer mal eine Ausnahme.

Ich bin in der glücklichen Lage, die beste Flechterin der Welt als Freundin zu haben. Die Mädchen vertrauen ihr und die Stimmung ist jedes Mal gelöst. Wenn ich sie nicht hätte, würde ich aber definitiv zu einem netten Friseur gehen. Der Aufwand lohnt sich wirklich und setzt die Kleider noch besser in Szene.

Die Bilder

Gern würde ich meine Ausführungen noch mit ein paar Tipps zum Fotografieren der schönen Kleider beenden. Aber leider weiß ich auch nicht wirklich, wie man das bei quirligen Mädchen anstellt.

Kurz nach der Trauung, wenn sie beginnen die Blumen zu streuen, ist keine Zeit mehr, die Mädchen in die richtige Pose zu rücken. Nach dem Streuen ist das Gewusel auch meist schon zu groß.

Deswegen habe ich die besten Erfahrungen vor der Trauung gemacht. In diesen 10 Minuten zwischen fertigem Outfit und Beginn der Trauung, da muss man sich unbedingt die Zeit nehmen, die Bilder zu machen. Später am Tag bekommt man dann nur noch Kleider mit Falten oder Flecken vor die Linse.

Näh-Connection Gastblogger: Sindy von Mein gewisses Etwas Sindy von Mein gewisses Etwas brauchte privat schon immer einen kreativen Ausgleich zu ihrer beruflichen Bürotätigkeit. Sie hat viel ausprobiert und ist kurz nach der Geburt Ihrer ersten Tochter vor 8 Jahren beim Nähen hängengeblieben. Auf Ihrem Blog zeigt sie vor allem selbstgenähte Kleidung für sich und beschäftigt sich viel mit dem Thema „Capsule Wardrobe“.
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Kommentare

  • Astridka sagt:

    Liebe Sindy
    Sehr schön geworden! Meinem Perfektionismus kommt es auch entgegen, zu solchen Anlässen das gesamte Outfit für die Blumenkinder zu nähen ( dazu gehörte bei mir beim vorletzten Mal dann auch das der beiden Jungen – Bermudas aus weißem Leinen ). Beim letzten Mal gehörte dann noch ein zwei Monate altes Baby dazu. Aber ich mache es gerne…

    Bemerkenswert finde ich deinen Einsatz von Jersey. Und deine Argumente überzeugen!
    Schade, dass nun alle Töchter unter der Haube sind und ich sie nicht mehr praktisch umsetzen kann. Dafür nähe ich noch ein Einschulungskleid für nächste Woche… Und wie es ausschaut, wird auch ein Jäckchen gebraucht.

    LG, auch an Annika
    Astrid

  • Ani Lorak sagt:

    Wirklich schöne Kleidchen. Irgendwie heiratet hier niemand und wenn doch dann im Süden und außerhalb unserer Ferien. Sehr schön. Die Kommunion steht nächstes Jahr an, da werde ich wohl selbst nähen…. Dann wohl doch aus Webware…Tolle Kleider, strahlende Blumenmädchen. Herrlich!

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