Letzte Woche hatte ich ja bereits zwei Tutorials von lieben Bloggerkolleginnen für euch und das Beste ist, dass ihr euch dieses Jahr über viele weitere Tutorials freuen könnt. Jede Woche wird eine meiner Bloggerfreundinnen ein kleines Tutorial, ein Freebie oder einen kostenlosen Schnitt für euch vorbereiten. Ich freu mich schon auf die vielen tollen Sachen, die sie sich ausgedacht haben. Los geht es heute mit meiner Freundin und Nachbarin Miriam von mirid.de, welche viele von euch als Autorin einiger Nähbücher kennen. Sie zeigt euch, wie man einen Brötchenbeutel mit Zugband näht und hat auch noch eine richtig witzige Plotterdatei vorbereitet.

Einen Brötchenbeutel habe ich vor vielen Jahren schon mal genäht. Und wenn ich „vor vielen Jahren“ schreibe, meine ich das auch so. Es müssen jetzt knapp 30 Jahre sein (au weia!) Damals habe ich für meinen Onkel und meine Tante in Berlin einen Beutel für ihre obligatorischen drei Schrippen genäht. Denn das war genau die Menge, die die beiden jeden Morgen frisch gekauft haben. Zeit, die Idee wieder mal aufzugreifen.

Vor 30 Jahren gab es noch keine Hobbyplotter und so habe ich mit Stoffmalfarbe und Pinsel ein Croissant auf den Beutel gemalt. Mein Beutel ist nun eine Nummer größer geworden und hat einen geplotteten Spruch auf der Seite (ein Handlettering von mir im Übrigen). Die Anleitung für den Beutel gibt es hier, die Schneiddatei bei mir auf dem Blog.

Für den 25 cm x 32 cm großen Brötchenbeutel benötigt ihr

  • Stoff für den Beutel: Webware in hell gemustert, 27 cm x 32 cm (2 Zuschnitte)
  • Stoff für den Tunnelzug: Webware in hell gemustert, 27 cm x 7 cm (2 Zuschnitte)
  • Farblich passende Kordel oder Schrägband, 140 cm lang
  • Flockfolie in Braun, 22 cm x 24 cm
  • Plotter und Nähmaschine

1 Bereitet zunächst die Tunnelzüge vor. Dafür einen der Zuschnitte für den Tunnelzug nehmen, an den beiden schmalen Seiten jeweils zweimal 8 mm zur linken Stoffseite falzen, die Knicke bügeln und gemäß Abbildung (rote Linien) absteppen. Den Tunnelzug der Länge nach falzen, sodass die linke Stoffseite innen liegt. Mit dem zweiten Zuschnitt für den Tunnelzug ebenso verfahren.

2 Einen gefalzten Tunnelzug mittig rechts auf rechts auf die schmale Seite des Beutels legen, die offenen Webkanten liegen dabei übereinander. Steppe ihn mit einer Nahtzugabe von 1 cm ab (siehe rote Linie). Rechts und links neben dem Tunnelzug beträgt der Abstand zum Rand 12 mm. Versäubere die offenen Webkanten mit einem Zickzack-Stich (oder der Overlock-Maschine). Mit dem zweiten Tunnelzug und der zweiten Taschenseite ebenso verfahren.

3 Lege die beiden Zuschnitte für die Taschen rechts auf rechts aufeinander und steppe die Seiten und den Boden mit einer Nahtzugabe von 1 cm aneinander (siehe rote Linie). Achte darauf, dass oben der Tunnelzug nicht mit festgenäht wird. Die Ränder der äußeren Nähte mit einem Zickzack-Stick (oder der Overlock) versäubern. Ich habe meinen Spruch schon vor dem Nähen aufgebügelt. Wann du deinen Spruch anbringst, ist egal.

4 Den Taschenbeutel auf rechts wenden und die Nahtzugabe des Tunnelzugs zur Taschenseite bügeln. Die Nahtzugabe feststeppen (gerne auch zweifach wie bei meinem Beutel).

Die Kordel in der Mitte teilen und gegengleich durch beide Tunnel ziehen, die Enden verknoten. Beim Ziehen an den Enden wird die Taschenöffnung zusammengezogen und somit verschlossen.

Wenn euch der Spruch gefällt, bekommt ihr ihn kostenlos auf meinem Blog http://miri-d.blogspot.com/2017/01/ein-spruch-fur-den-brotchenbeutel.html.

TIPP: Bringt den Spruch eher im unteren Bereich an, durch das Zusammenziehen des Beutels kann man ansonsten den oberen Teil des Spruches nicht lesen.

 

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miri d: Gastblogger bei Näh-Connection MIRIAM DORNEMANN kam über einen kurzen Umweg als Beamtin vor einigen Jahren in ihrem Traumberuf als Illustratorin und Autorin für DIY-Büchern an. Seitdem verbinden sich Hobby und Arbeit ganz unproblematisch. In ihrem Studio entstehen Taschen-Nähbücher, Kollektionen für Bastelpapiere, neue Kleidungsstücke für sich und ihre Familie, und – ganz neu – handgeschriebene Letterings. Und was kommt als nächstes? Vielleicht eine Stoff-Kollektion?
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Kommentare

  • Katja sagt:

    Deal? Ihr packt für die Fahrt nach Köln den Beutel samt Inhalt ein, und ab Stuttgart gibt’s dann noch einen heißen Caffé latte dazu? Was freu ich mich auf unseren Ausflug… Ganz liebe Grüße, Katja

    • Miri D sagt:

      Butterbrezen auf dem Weg nach Köln mit Kaffee Latte hört sich sehr gut an! Kann ich auch einen Assam Tee mit Milch und Zucker bekommen?

      Kreative Grüße,
      Miri D

  • Sandra B. - KuckuckuntermDach sagt:

    Ein herrlich hübscher Brötchenbeutel!! Vielen Dank für das Tutorial! Sowas finde ich immer klasse!!
    Schönen Tag wünscht
    Sandra

  • Rosi B. sagt:

    Toll, wenn alte Ideen wieder aufleben. Seit einiger Zeit bin ich schon auf der Suche nach einer passenden Aufbewahrung für mein selbst gebackenes Brot. Tupperdosen oder Edelstahlbrotkästen ist mir alles zu groß und in den Plastedinger schimmelt es im Sommer schnell.
    An den Brotbeutel hatte ich gar nicht mehr gedacht.
    Also frisch ans Werk und einen passenden Brotbeutel nähen.
    Danke für die Erinnerung – die Anleitung ist super erklärt.

    liebe Grüße Rosi

  • Svenja sagt:

    Genial! Ich sehe tolle Weihnachtsgeschenke 🙂.
    Vielen Dank für Anleitung und Plott!!!
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden
    Svenja.

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